Baby-Intensivstation unter neuer Leitung

Dr. Hans-Ulrich Rhodius, Chefarzt der Kinderklinik, (links) und PD Dr. Dr. Horst Buxmann, ärztlicher Leiter der Neonatologie. Foto: Main-Kinzig-Kliniken

Die Frühgeborenenversorgung an den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen steht unter einer neuen Leitung: PD Dr. Dr. Horst Buxmann ist von nun an ärztlicher Leiter der Neonatologie.

Gelnhausen – Damit verstärkt er als Oberarzt das Team der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin um Dr. Hans-Ulrich Rhodius. Dr. Buxmann kommt vom Universitätsklinikum Frankfurt nach Gelnhausen, wo er zuvor Oberarzt der neonatologischen Intensivstation und stellvertretender Leiter des Schwerpunkts Neonatologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin war.

„Die Leidenschaft für medizinische Fragestellungen und insbesondere den Wunsch, mit Kindern zu arbeiten, entdeckte ich während des Zivildienstes an der Blindenschule in Friedberg“, erzählt Dr. Buxmann, der in Schöneck geboren wurde und auf dem großen landwirtschaftlichen Hof seiner Familie aufgewachsen ist. In seiner Freizeit geht er gerne laufen und spielt gemeinsam mit seiner Ehefrau seit über 10 Jahren im Percussion-Ensemble der Schönecker Musikschule.

Der 54-Jährige studierte Humanmedizin an der Goethe-Universität Frankfurt als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Im Jahr 1999 erlangte er die Approbation als Arzt und im Jahr 2005 die Anerkennung als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Seit dem Jahr 2006 trägt er die Schwerpunktbezeichnung Neonatologie.

Dr. Buxmann blickt auf eine 25-jährige Erfahrung an der Uniklinik Frankfurt zurück, unter anderem in der Versorgung auch kleinster Frühgeborener unter 500 Gramm. Nun sehe er der neuen Herausforderung, die Neonatologie an den Main-Kinzig-Kliniken zu leiten und weiterzuentwickeln, mit Freude entgegen, so der Mediziner: „Das Perinatalzentrum Gelnhausen ist strukturell sehr gut aufgestellt und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem kompetenten und sehr netten Team.“

Die neuen Kollegen sind Dr. Buxmann nicht unbekannt: Seit vielen Jahren besteht zwischen den Perinatalzentren der Uniklinik Frankfurt und der Gelnhäuser Kliniken eine gute Kooperation. Und auch die bauliche Entwicklung der hiesigen Klinik habe ihn überzeugt, so Buxmann. Die Kinder-Intensivstation in Gelnhausen wird derzeit erheblich erweitert, unter anderem mit noch mehr „Rooming-in“-Möglichkeiten für Eltern und Kind.

Neben seinem umfangreichen klinischen Erfahrungsschatz zum Wohle der kleinsten Patienten bringt Dr. Buxmann ein besonderes wissenschaftliches Interesse für sein Habilitationsthema „Perinatale Virusinfektionen“ mit. Zytomegalievirusinfektionen sind hier sein fachübergreifender zentraler Themenschwerpunkt. Bei der sogenannten CMV-Infektion handelt es sich um die häufigste angeborene Virusinfektion. „Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun“ - dieses Goethe-Zitat war der Titel seiner Antrittsvorlesung als Privatdozent. Entsprechend engagiert sich Dr. Buxmann nicht nur im klinischen und wissenschaftlichen Bereich, sondern ist auch in diversen Elternorganisationen, wie der CMV-Selbsthilfegruppe ‚stark gegen CMV’ und dem ‚Bundesverband das Frühgeborene Kind e.V.’ aktiv, Seine zentrale Leidenschaft für die Medizin scheint er auf seine drei erwachsenen Töchter übertragen zu haben: Sie alle haben ebenfalls den Weg in die Gesundheitsbranche gefunden. gn

Noch keine Bewertungen vorhanden